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Abenteuer auf Urlaubskurs

Urlaub ist die beste Zeit für Abenteuer. Vergessen Sie Ihren Alltag im Freien Fall oder gehen Sie mit einer Tauchschule dem Meeresboden auf den Grund. Auch ein neuer Tanzschritt kann zum aufregenden Erlebnis werden. Erobern Sie sich im Urlaub eine neue Dimension. Hier unsere Tipps.

Weltkulturerbe der Unesco

31 Denkmäler in Deutschland


sind auf der Welterbeliste der UNESCO verzeichnet. Sie stehen unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Die 1972 von der UNESCO verabschiedete Konvention ist das international bedeutendste Instrument, um Kultur- und Naturstätten, die einen "außergewöhnlichen universellen Wert" besitzen, zu erhalten. Denkmäler werden nur dann in die Liste des Welterbes aufgenommen, wenn sie die in der Konvention festgelegten Kriterien der "Einzigartigkeit" und der "Authentizität" (bei Kulturstätten) bzw. der "Integrität" (bei Naturstätten) erfüllen und wenn ein überzeugender "Erhaltungsplan" vorliegt. Die Liste des Welterbes umfasst insgesamt 788 Kultur- und Naturstätten in 134 Ländern.


Historische Altstädte Stralsund und Wismar (2002)

Copyright: TourismusZentrale Stralsund Copyright: TourismusZentrale Stralsund

Die Altstädte von Stralsund und Wismar repräsentieren idealtypisch die entwickelte Hansestadt aus der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jh.. Beide Städte haben ihre mittelalterliche Grund-rissstruktur mit Straßennetz, Gefüge von Straßen- und Platzräumen, Quartier- und Parzellen-struktur bis heute nahezu unverändert bewahren können und legen damit Zeugnis für die Anla-ge von Seehandelsstädten nach Lübischem Recht ab.

Die überlieferte Bausubstanz mit den zahlreichen herausragenden Einzeldenkmalen stellt ein anschauliches Dokument für die politische und wirtschaftliche Bedeutung sowie den außerordentlichen Reichtum der Städte im Mittelalter dar. Insbesondere die Gruppe der insgesamt sechs monumentalen Backsteinkirchen bildet einen einzigartigen Querschnitt durch die berühmte Sakralarchitektur der Hansestädte im südlichen Ostseeraum. Die beiden historischen Stadtkerne ergänzen einander außerdem durch einige spezifische Besonderheiten:

In Wismar hat sich seit dem Mittelalter das Hafenbecken in Lage und spezifischer Formgebung weitestgehend erhalten und vermittelt in seltener Authentizität ein Bild von dem eigentlichen Rückgrat der mittelalterlichen Seehandelsstadt. Ebenso bewahrt blieb hier die vom östlich gelegenen Mühlenteich zum Hafen quer durch die Stadt fließende Grube, die den letzten erhaltenen künstlich angelegten mittelalterlichen Wasserlauf in einer Altstadt Norddeutschlands darstellt. Bedingt durch seine nahezu lückenlos überlieferte Straßenrandbebauung bildet Wismar die einzige in dieser Größe und Geschlossenheit erhaltene Hansestadt im Ostseeraum.

Stralsunds einmalige Insellage zwischen dem Strelasund und den im 13. Jh. aufgestauten Teichen betont den mittelalterlich geprägten Stadtkörper, der in der unverwechselbaren Silhouette zur Geltung kommt. Stralsund war neben Lübeck im 14. Jh. die bedeutendste Stadt im gesamten Ostseeraum und wurde im Jahr 1370 als Ort für die Friedensverhandlungen mit Dänemark ausgewählt. Deren Ergebnis, der berühmte Stralsunder Friede, ging als Höhepunkt hansischer Machtentfaltung in die europäische Geschichte ein. Von dieser Blütezeit der Stadt zeugt ein großer Bestand erhaltener Bausubstanz, darunter das Rathaus mit seiner weitreichenden architekturgeschichtlichen Bedeutung sowie weitere höchst bedeutungsvolle Einzelbauten.

Neben ihrer Bedeutung in der Hansezeit spielten Stralsund und Wismar im 17. und 18. Jh. eine entscheidende Rolle im militärischen Großmachtsystem Schwedens, was u.a. einige herausragende Barockbauten wie das Zeughaus in Wismar oder das Schwedische Regierungspalais in Stralsund belegen.



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